Die Klause Kastel

Die in den Sandsteinfelsen gehauene Klause Kastel liegt auf einem Plateau mit Blick über das Saartal. Besuchern bietet sich hier ein beeindruckender Ausblick. Zu besichtigen sind die im frühen Mittelalter in den Sandstein geschlagenen Nischen. Diese Felsenkammern werden als Nachbildungen der heiligen Stätten auf dem Berg Golgatha sowie des „Heiligen Grabs“ gedeutet. Ein weiteres Highlight der Klause ist der Ausbau der ursprünglichen Kapelle zur Grabkapelle durch den Architekten Karl Friedrich Schinkel im Auftrag des Kronprinzen Friedrich Wilhelm.

Bereits um 400 v. Chr. wurde das Plateau mit Wällen befestigt und als Stützpunkt genutzt. Auf die christlich geprägten Felsenkammern folgte um 1600 der Bau einer zweigeschossigen Klausenkapelle als Rückzugsort. Bis zur französischen Belagerung wurde die Klause Kastel zum Beten genutzt, dann setzte der Verfall ein. Der spätere Preußenkönig Friedrich Wilhelm war bei seinem Besuch des Rheinlands um 1833 von der Klause beeindruckt, sodass er den Umbau in eine Grabkapelle für die Gebeine des blinden Königs Johann von Böhmen, den er als Ahnen verehrte, beauftragte. Das gotische Rippengewölbe blieb erhalten, jedoch integrierte Karl Friedrich Schinkel auch romanische Formenelemente und schuf einen architektonischen Höhepunkt der deutschen Romantik. 

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